15.06.2022
Der Verein MENTOR OLDENBURG hatte zu einem Stadtspaziergang auf den Spuren Helene Langes mit anschließender Kaffeetafel eingeladen.
Frau Lehner vom „Zentrum für Frauengeschichte der Stadt Oldenburg“ führte uns sachkundig zu den Stationen der ersten Lebensphase (1848–68) von Helene Lange in Oldenburg. Dabei vermittelte sie uns einen Eindruck von den damaligen Verhältnissen, in denen es Mädchen verwehrt wurde, so unterrichtet zu werden, wie es für ihre Brüder ganz selbstverständlich war. Mit viel Mut, Zähigkeit und Disziplin gelang es Helene Lange trotzdem, das Lehrerinnenexamen zu bestehen, auf das sie sich, als Hauslehrerin tätig, autodidaktisch vorbereitet hatte. Als Pädagogin setzte sie sich für eine gleichberechtigte Ausbildung für Jungen und Mädchen ein, wurde zu einer Vorkämpferin für Frauenrechte und Mitbegründerin der Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sie 2 Jahre lang in der Hamburger Bürgerschaft vertrat. Ihr Engagement veranlasste die Stadt Oldenburg, sie 1928 zur Ehrenbürgerin zu ernennen. Sie starb 1930 in Berlin, wo sie vorwiegend gelebt hatte.
Gern nutzten wir anschließend bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zum Erfahrungsaustauch.
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